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Der Hundestammtisch

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 Betreff des Beitrags: Ungarische Seen
#1BeitragVerfasst: 26. Apr 2011, 17:04 
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Ungarische Seen

Balaton

Der größte See Ungarns und Mitteleuropas liegt in der Mitte Transdanubiens zwischen dem Südstrand des Bakony-Gebirges, dem Somogyer Hügelland und der Landschaft Mezõföld. Seine Fläche umfasst 595 km². Seine Länge macht 78 km, seine durchschnittliche Breite 7,7 km aus (zwischen Balatonliga und Balatonmádi ist er 12,7 km breit, an der Enge von Tihany nur 1.3 km breit.) Die durchschnittliche Tiefe des Sees beträgt 3-3,6 m, mit 12,5 m hat er in der Enge von Tihany seine tiefste Stelle). An seiner Nordseite ist der See bereits wenige Meter vom Ufer entfernt 1,2-2 m tief, während die Südseite etwa 300-500 m vom Ufer entfernt nur 0,5-0,8 m tief ist.

Der Balaton wird vom Fluss Zala sowie von 31 ständigen und 20 periodischen Wasserläufen gespeist. Der Wasserstand des Sees wird von der Schleuse in Siófok geregelt, die das überflüssige Wasser durch dein Sió Kanal in die Donau ableitet. Es herrscht nördlicher bis nordwestlicher Wind vor, deshalb entstehen an der Nordseite des Bakony-Gebirges und in den Schilfgebieten des Sees windgeschützte Streifen. Im Falle von Wind, doch vor allem bei Sturm entwickelt sich wegen der seichten Wassertiefe ein gefährlicher, gewaltiger Wellenschlag, am Südufer schlagen Kammwellen auf. Der auf das westliche Becken des Sees wirkende vorübergehende Druck des Windes versetzt das stehende Gewässer in Bewegung und dann entsteht in der Enge von Tihany eine Strömung in das östliche Becken des Sees. Nimmt die Kraft des Windes ab, hört die Strömung wieder auf bzw. tritt der ursprüngliche Wasserstand wieder ein. Durch diese Bewegung des Wassers kann sogar der Verkehr der kleineren Boote beeinflusst werden.

Der Balaton ist das wichtigste touristische Gebiet des Segelsports in Ungarn. Den Sportlern, die hier ständig ihre Segelboote aufbewahren lassen und den Segeltouristen stehen zahlreiche gut ausgerüstete Häfen und Jachtklubs zur Verfügung. Auch die Bootsausflüge am entlang sind sehr beliebt. Auf dem Balaton dürfen keine von Verbrennungsmotoren angetriebenen Boote benutzt werden. Die Hilfsmotoren der kleinen Segelboote dürfen nur in Gefahrensituationen und beim Auslaufen aus dem Hafen verwendet werden. Das Schleppen von Wasserdrachenfliegern ist verboten. Boote und Wassersportgeräte- ausgenommen die an genehmigten Wassersportveranstaltungen und am organisierten Training teilnehmenden Boote sowie die Segelboote mit Segeln von 10 m² - dürfen nur in den 1,5 km breiten Streifen vom Ufer entfernt verkehren. Ohne Begleitung durch ein Wasserfahrzeug ist es verboten, auf dem Gebiet des Komitats Somogy 1000 m vom Ufer entfernt, bzw. auf dem Gebiet der Komitate Vezprém und Zala außerhalb des 500-m-Streifens vom Ufer entfernt zu baden. Am Ufer des Balaton darf man nur an speziell gekennzeichneten Stellen und auf Campingplätzen zelten.

Auf dem See dürfen Segelschiffe meistens direkt bis in die Nähe des Ufers fahren, die Schiffe mit Kiel müssen weiter vom Ufer entfernt vor Anker gehen. Es lohnt sich, die Dauer der Tour im Falle von Segelschiffen dem Typ entsprechend zu berechnen. Mit den Ruderbooten, die ein geschlossenes Verdeck haben, kann man auf dem Balaton sicher Touren unternehmen, so mit Kajak und Kanu sowie mit den Ruderbooten vom Typ der "Balatonnusschale". In jedem Fall ist es empfehlenswert, einen Spritzschutz zu verwenden.

Für eine Balaton Rundfahrt mit einem Boot müssen 8-10 Tage gerechnet werden, mit 1-3 Ruhetagen. Zur Durchführung der großen Rundfahrt - auf dem Kurs Siófok - Enge von Tihany - Nordufer - Keszthely - Mündung des Flusses Zala - sind 3-5 Tage und 1-3 Ruhetage erforderlich.


Fert?-tó (Neusiedler-See)

Am Neusiedler See können Sie Ihre Seele baumeln lassen: Wein, Thermalwasser, barocke Pracht und ein hervorragender Radwanderweg machen Europas westlichsten Steppensee zu einer verlockenden Attraktion. Als grenzüberschreitendes Weltkulturerbe steht der Nationalpark Neusiedler See unter dem besonderen Schutz der UNESCO.

Die flache Seenlandschaft wird im ungarischen Teil durch weite Schilfflächen geprägt. Zahlreiche seltene Vogelarten finden in den Naturschutzgebieten einen sicheren Rückzugsraum. So bietet der Neusiedler See (Fert?-tó) einen harmonischen Ausgleich zwischen Mensch und Natur.

Einst war der Neusiedler See noch viel größer und von riesigen Feuchtgebieten umgeben. Südlich des Sees ließ Fürst Miklós Eszterházy – der „Prachtliebende“ – im 18. Jh. ein ungarisches Versailles errichten. Das prächtige Barockschloss im heutigen Fert?d beeindruckte schon Kaiserin Maria Theresia. Nach ihrem Besuch 1773 lobte sie die hohe Qualität der Opern-Aufführungen unter Leitung von niemand Geringerem als Joseph Haydn: „Wenn ich eine gute Oper sehen will, fahre ich nach Eszterháza,“ soll die Monarchin geäußert haben. Haydn wirkte fast 30 Jahre als Hofkomponist für den ehrgeizigen Fürsten.

Dass der Neusiedler See eine musikalische Gegend ist, beweist auch die Tatsache, dass der Komponist Franz Liszt ganz in der Nähe geboren wurde und in Sopron 1820 sein erstes öffentliches Konzert gab. Ein Abstecher nach Sopron führt in eine der schönsten Altstädte Ungarns. Die historischen Gassen laden zu einem gemütlichen Bummel ein. Im sonnenverwöhnten Dreieck zwischen Sopron, Balf und Fert?rákos bieten mehrere Winzer die Verkostung ihrer Rebensäfte ein. Die Region ist für ihren Blaufränkischen berühmt.

Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit sind die Kalksteinbrüche in dem sehr schmucken Örtchen Fert?rákos zwischen Sopron und dem Neusiedler See. Nur wenige Kilometer von hier ging im August 1989 beim „Paneuropäischen Picknick“ erstmals der Eiserne Vorhang für DDR-Bürger auf. Drei Monate später war die Berliner Mauer gefallen.


Der Velence-See


Der „See des Sonnenscheins“ ist der drittgrößte natürliche See Ungarns. Seine Beliebtheit verdankt er auch der sehr verkehrsgünstigen Lage zwischen der Hauptstadt Budapest und dem Balaton. Nicht wenige Budapester haben am Velence-See ein Ferienhäuschen und im Sommer füllen sich die Strände mit Tagestouristen.
Vor allem die Orte Agárd, Gárdony und Velence sind die Hochburgen des Wassersports. Hier befinden sich auch die meisten Ferienhäuser und Campingplätze. Agárd ist zudem ein bekannter jugendlicher Festivalort im Sommer. Im südlichen Bereich erreicht der Velence- See mit knapp drei Metern seine größte Wassertiefe.

Weil der fischreiche Velence-See ansonsten sehr flach ist, bedeckt Schilf rund 40% der Wasserfläche. Das bietet genügend Raum und Schutz für ein großes Vogelreservat im Westen des Velencer Sees. Aus Umweltschutzgründen ist die Nutzung von Schiffsmotoren auf dem Velencer See stark eingeschränkt, dafür sind viele Segler und Kanuten unterwegs.

Aufgrund der hervorragenden Verkehrsverbindungen lässt sich der Urlaub am Velence-See unkompliziert mit einem Besuch von Budapest verbinden. Die alte Krönungsstadt Székesfehérvár mit ihrer barocken Altstadt liegt nur einen Steinwurf entfernt. Und auch die Reste der alten Römerstadt Gorsium/Herculia sind über die Autobahn 7 schnell zu erreichen. Schon die Römer wussten die klimatischen Vorzüge der sonnenreichen Region rund um den Velence-See zu schätzen.


Der Theiß-See

Wer mit dem Osten Ungarns nur trockene Puszta in Verbindung bringt, erlebt am Theiß-See eine große Überraschung. In wenigen Jahrzehnten entstand durch die Aufstauung der Theiß ein langgestrecktes Wasserparadies. Während sich im unteren Bereich Badeurlauber und Wassersportler tummeln, stellt der obere Theiß-See als Teil des Nationalparks Hortobágy ein wichtiges Rückzugsgebiet für seltene Vogelarten dar.

Bis ins 19. Jh. wurde die Tiefebene regelmäßig durch die Hochwasser der Theiß überschwemmt. Mit der Begradigung des Flusses fielen diese Gebiete trocken. Der Theiß-See (Tisza-tó) gleicht diesen Verlust künstlich wieder aus und schuf im Osten Ungarns eine völlig neue Lebenswelt. Dabei handelt es sich nicht um einen durchgehenden See im klassischen Sinne, der Theiß-See ist vielmehr in kleinere Bereiche gegliedert, die vom Lauf der alten Theiß sowie künstlichen Inseln geprägt sind. Diese Vielfältigkeit macht den Theiß-See überaus attraktiv.

Touristischer Dreh- und Angelpunkt ist der Badeort Abádszalók. Hinter dem Deich erstreckt sich für Badegäste und Surfer der Theiß-See bis zum Horizont. Die moderne Wasserskianlage ist ebenfalls sehr populär und an den Sommerwochenenden sind regelmäßig heiße Open-Air-Konzerte angesagt.

Auch bei Poroszló und Tiszafüred gibt es kleinere Badestrände. Tiszafüred ist zudem als Töpferort überregional bekannt. Einige Werkstätten stehen Besuchern offen. Immer wieder lockt es jedoch in die Inselwelt des Theiß-Sees – ein idealer Tummelplatz für Kanufahrer. Von Poroszló organisiert der Nationalpark Hortobágy spannende Touren auf dem sog. Wasserpfad: Ein Bohlenweg führt mitten durch eine Schilfinsel. Im mittleren Seeabschnitt hat auch die seltene Wassernuss ein sicheres Refugium.

Nördlich der Fernstraße 33 steht der Theiß-See unter striktem Naturschutz. Hierhin ziehen sich unter anderem Schwarzstörche, Schwarze Milane und Seeadler zurück. Als Teil des Nationalparks Hortobágy gehört dieser Bereich des Theiß-Sees zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Quelle: http://www.ungarn-tourismus.de/bade-und-familienurlaub-ungarn/seen-und-fluesse.html

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