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Der Hundestammtisch

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 Betreff des Beitrags: Umkehr auf dem Weg zur Regenbogenbrücke!
#1BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 18:27 
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Beitrag von Liane vom 22.12.2010

Umkehr auf dem Weg zur Regenbogenbrücke!


Spät in der Nacht stopfte mich jemand mit vielen anderen Hundekindern, manche waren noch winzige Babys, in einen Kasten - und dann waren wir allein. Es war eng in diesem Kasten, doch da uns kalt war und wir Angst hatten, kuschelten wir einfach ganz fest zusammen. Was spielte es da für eine Rolle, dass wir uns größtenteils gar nicht kannten. Einigen von uns ging es sehr schlecht.....

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Plötzlich näherten sich Schritte, dann eine Stimme, "na, wen haben wir denn da?" Wir wurden alle aus diesem Kasten befreit und dann gab es etwas zu essen. Gefüllte Futternäpfe und wir durften uns den Bauch voll schlagen, bis wirklich nichts mehr passte.

Ich war nun nicht mehr einfach nur ein Welpe, ich war nun ABRAXA und ich war so stolz, nicht mehr nur eine unter vielen zu sein - Abraxa gefiel mir!
Das fremde Herrchen musterte uns besorgt und brachte dann einige von uns, die auch kaum fressen konnten weg in einen separaten Raum. Nicht alle sahen wir wieder, einige gingen über die Regenbogenbrücke, leider auch mein Bruder und nun war ich ganz alleine.


Plötzlich schmeckte auch mir das leckere Essen nicht mehr und mir ging es immer schlechter. Ich bekam noch mit, wie Herrchen Michael am Telefon sagte, dass ich hier keine Überlebenschance hätte, aber mich interessierte das schon alles nicht mehr. Ich hatte das Gefühl, bereits näher bei meinem Bruder zu sein, als hier.

Ich wurde immer schwächer und eines Tages saß ich bei Michael im Auto. Er streichelte mich immer wieder und machte mir Mut. "Komm, halte durch, Kleines, Du schaffst das. Es dauert nicht mehr lange."
In meinen Gedärmen rumorte es, Krämpfe quälten und ein schlimmer Husten schüttelte mich und irgendwann, ich war wohl ganz apathisch, sagte eine besorgte weibliche Stimme: "Mein kleines Mäuschen, jetzt wird alles gut. Du bist angekommen."

Es war ein harter Kampf, doch ich musste nicht alleine kämpfen. Petra hieß meine neue Mama und sie schleppte mich zu einem Menschen, der mir weh tat. "Der Doktor hilft Dir, sagte Petra, aber ich hätte mich sowieso nicht wehren können. Auch Petra piekste mich dauernd und ich musste essen, obwohl ich überhaupt nichts wollte. Jede Stunde, auch nachts quälte sie mich und zwang mich diese "Babynahrung" zu schlucken und immer wieder atmete sie erleichtert auf und flüsterte mir zu:" Gott sei Dank, Du lebst noch".

ch weiß nicht mehr, wie lange es dauerte, aber ich begann mich auf Petra zu freuen und langsam fing ich an zu kämpfen, mit ihr zusammen zu kämpfen. Auch wenn ich mich immer noch ziemlich mies fühlte, das Gefühl, dass etwas Schönes auf mich wartet, wurde immer stärker. Und plötzlich wollte ich wieder LEBEN!
Schritt für Schritt ging es mir besser. Petra musste mich nicht mehr zum Essen zwingen, mir schmeckte es immer besser - "Nachschlag, Petra, ich habe noch Hunger"!
Warum Petra so ein nasses Gesicht hatte, als ich eines Tages ein Plüschtier durchs Zimmer schleppte, verstand ich nicht, aber sie freute sich, das war offensichtlich.

Ich war ja schon eine super süße Wuschelmaus und schnell kam eine "Anfrage" für mich und erst als mich fremde Menschen bei Petra weg holten begriff ich, was es mit dieser "Anfrage" auf sich hatte. Oh nein, ich wollte doch überhaupt nicht fort. Petra erklärte noch, wie wichtig es sei, dass ich regelmäßig meine Medikamente bekam, dass man mich "päppeln" muss und meine Petra kämpfte mit den Tränen. Und ich hätte am liebsten auch geweint........, aber es half alles nichts.

Ich hatte Heimweh und mir ging es auch nicht wirklich gut bei dieser "Anfrage", die nun meine Familie war. Ich glaube, die hatten nicht verstanden, dass ich meine Medikamente nehmen musste und das mit dem "Päppeln" wohl auch nicht. Es ging alles sehr schnell. Mir ging es wieder so schlecht, dass ich ganz schnell in die Tierklinik musste. Wo war nur meine Petra?

Aber ich bin ein echter Streuner und ein Streuner kämpft und genau das habe ich getan und zum 2. Mal dem Tod ein Schnippchen geschlagen. Ich habe wohl geahnt, dass es sich lohnt zu kämpfen, ich musste nicht mehr zurück zu dieser Familie, die mich wieder krank werden ließ, ich durfte zurück zu Petra - Gott sei Dank. Schlabber, schlabber.... "Petra, warum ist Dein Gesicht schon wieder so nass? Und warum schmeckst Du so salzig? Musst doch nicht weinen, wir sind wieder zusammen und jetzt kämpfen wir wieder gemeinsam!"

Die Geschichte mit dem Löffelchen und den Babygläschen ging wieder los, kannte ich alles schon. Auch die Besuche beim Doc steckte ich weg, aber ich nahm mir fest vor, irgendwann werde ich mich an dem rächen für die dauernde Piekserei. Und wir schafften es wieder und nach diesem zweiten Schritt zurück ins Leben, war ich schon eine ganze Portion frecher........

Meine Petra telefonierte oft und lange und so wunderte ich mich auch nicht, dass sie wieder einmal ihrer Lieblingsbeschäftigung nachging. Doch plötzlich spitzte ich die Ohren. Petra erzählte von einem Hundekumpel, der wohl über die Regenbogenbrücke gegangen ist und plötzlich sprach sie von mir.
"Petra, tue das nicht. Nicht schon wieder so eine doofe Anfrage, mir reicht es." Wie sollte ich sie nur am Erzählen hindern und schon erzählte sie meine ganze Geschichte.
Als sie den Hörer auflegte, liefen ihr wieder die Tränen, sie nahm mich in den Arm und flüsterte in mein Ohr: "Kleine Maus, DEINE Familie ist gefunden. Du bekommst eine ganz liebe Mama." Dabei wollte ich gar keine andere, wer weiß, was da wieder kommt......., aber mich hat niemand gefragt

Martina hieß meine neue Mama und auch wenn ich sie nicht wollte, ich hatte sie ganz schnell ganz doll lieb und sie mich wohl auch
Sie war sehr streng und ich musste immer diese doofen Tabletten nehmen, aber das mit dem "Päppeln" machte sie super. Von diesem "Päppeln" konnte ich nicht genug bekommen. Und schon langsam gab es einen kleinen Vorgeschmack, dass ich nicht nur so ein harmloses, hilfloses und sanftmütiges Wesen war, ich konnte eine richtige kleine Hexe sein .

Mein Name Abraxa gehörte auch der Vergangenheit an, ich wurde "Leni". Doch auch dieser "brave" Name hinderte mich nicht daran, mich immer mehr ins Familienleben einzubringen.
Schuhe von Frauchen und Herrchen - alles meins! Und Ihr hättet sie erleben sollen, wie schnell sie alle gesprungen sind, wenn ich mich mit den Schuhen beschäftigte!
Gassi gehen, da konnte ich auch immer eine Show abziehen - ab unter den Tisch, unschuldig schauen und dabei das Lachen verbeißen, wie sie unter den Tisch krochen um mich zu holen. Meine Hoheit wurde dann bis um die Ecke getragen, aber dann ging die Post ab!
Katzen, nun ja, muss nicht unbedingt sein.
Ja, ich kann sagen, dass ich meine Familie, einschließlich Oma und Opa, sehr schnell im Griff hatte und das ist heute noch so. Im Normalfall spuren sie alle, wie ich mir das vorstelle.

Liebe Martina-Mama, ich habe zweimal umgekehrt und bin nicht über die Regenbogenbrücke gegangen und mich für das Abenteuer LEBEN entschieden. Und wenn ich das manchmal etwas "auslebe" und meine Vorstellungen durchsetze, musst Du mich nicht immer gleich als Zicke bezeichnen. Das ist nicht schön, aber ich verzeihe Dir........

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Wir sind doch ein tolles Team zusammen und ehrlich, könntest Du Dir ein Leben ohne mich vorstellen? Sicher nicht und weißt Du was, ich auch nicht, ich bin froh, dass ich bei Euch bin

Euer kleines Monster

_________________



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