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Der Hundestammtisch

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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#1BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:09 
Hi,

um einen anderen Thread nicht zu verquasseln möchte ich ein paar Anregungen von dort hier nochmal aufgreifen:

cazcarra hat geschrieben:
Ich persönlich fände es gut, wenn man nur noch mit entsprechender Qualifiaktion PS werden könnte.

Da schreien nun manche sicher auf, weil dann viele Hunde überhaupt keine Chance bekommen würde, nach D einzureisen. Aber sorry - was ist das für ein Leben, wenn Hund letztlich rumgereicht werden muss? Und inzwischen bekomme ich auch mehr und mehr den Eindruck, es werden Hunde auf Teufel komm raus nach D (und anderswo) verbracht. Natürlich braucht der Auslandstierschutz Geld, um die unvermittelbaren Fälle zu versorgen und um vor Ort Hilfe zu leisten. Nur frage ich mich: Steht das noch im Verhältnis? Ich weiß es ehrlich nicht, möchte niemanden angreifen - bitte nicht so verstehen. Aber mein Bauchweh wird auch in dieser Hinsicht immer größer...

Jede Auslandstierschutz-Orga (und alle anderen natürlich auch, die mit PS arbeiten) sollten doch eigentlich größten Wert auf die Qualität ihrer PS legen. Das setzt voraus, dass ich im Land der gewünschten PS eine entsprechende Infrastruktur habe, die mögliche PS prüft. Diese Prüfer sollten allerdings auch nicht nur "Hach, ich möchte diesen armen Hundchen helfen"-Menschen sein, sondern ein gewisses Fachwissen besitzen...


Ich schrei da aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen, die ich Euch ja schon geschildert hab, ganz sicher nicht auf.
Im Gegenteil ...

inzwischen habe ich sogar Zweifel daran ob die Vermittlung aus einem Tierheim herraus (egal ob In- oder Ausland) in einen Haushalt, eine Pflegestelle überhaupt Sinn macht. Völlig unabhängig von der Qualifikation.
Denn - im Gegensatz zum TH muss doch das Tier diese Pflegestelle als neues Zuhause empfinden, aus dem es dann früher oder später wieder rausgerissen wird.
Unproblematischer und weniger Verhaltensauffällig wird ein Hund durch solche existenziellen Erfahrungen sicher nicht.

Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt würde das aber bedeuten, das es wesentlich mehr und finanziell und personell besser ausgestattete Tierheime geben müsste. Und zwar sinnigerweise im jeweiligen Land.
Das ist jedoch reine Utopie, selbst in DE.

Das System Pflegestellen ist daher in meinen Augen sowas wie ein fauler Kompromiss - und der stinkt eben gewaltig zum Himmel.
So wie fast alles rund um das Thema Tierschutz in Europa.

Ich glaube nicht das qualifizierte Pflegestellen das Problem lösen - sie wären höchstens ein Tropfen auf dem heißen Stein, zusätzlich bräuchte es ja auch qualifizierten systematischen Tierschutz.
(und nicht mehr unzählige private Orgas die kein Mensch kontrollieren kann, selbst wenn er es versuchen würde)

Und natürlich müsste die Frage geklärt werden, was IST überhaupt Qualifikation - wie bekommt man die, wer stellt das fest und wer prüft es - und aufgrund welcher Qualifikation kann er es prüfen. (ein ähnliches Thema hatten wir ja gestern noch)


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 Betreff des Beitrags: Re: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#2BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:12 
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Chefin
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Beitrag von Liane

Hallo Susa,

ich schließe mich deinen Gedanken an.
Eine perfekte Lösung wird es wohl nicht geben.

Bei jeder VK, egal ob für einen Endplatz oder eine PS, kann man den Leuten immer nur vor den Kopf gucken. Genauso wenig weiß man vorher, wie ein Hund sich entwickelt...

Wie ich in dem anderen Thread bereits schrieb, geben wir die Hunde nur auf eine PS, wenn sie hier in D ihr Zuhause verlieren.
Es gibt nur ganz wenige Junghunde, die wir vorher nach D geholt haben. Diese kamen dann aber vereinsintern auf eine PS, weil sie so eine bessere Vermittlungschance hatten.

Ich glaube auch, wären die TH hier personell besser ausgestattet, würde es bestimmt noch mehr Happy Ends geben.
Und wenn wir schon bei der Utophie sind: würden alle Mensche dafür sorgen, daß die Hunde und Katzen sich nicht unkontrolliert vermehren (wobei ich "kontrolliert vermehren" auch schon bedenklich finde), gäb es auch nicht so viel Tierelend auf dieser Welt.

Und müsste jeder zukünftige Hundehalter sich vorher qualitfizieren...ja, was wäre dann?
Wie du schon schriebst, WAS ist die richtige Qualifikation??
WER will das bestimmen?

Wir können nur im Kleinen versuchen, das Beste aus all dem für unsere Tiere zu tun...mehr bleibt uns nicht übrig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#3BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:12 
Ich finde jeder Hundehalter sollte selbst schon eine Pflegestelle für seinen Hund organisieren, quasi eine Zweitfamilie - für Notfälle.

Wobei ich zugeben muss das ich das bisher auch nicht geschafft hab.
Wenn ich heute plötzlich ins Krankenhaus müsste - dann wären die Hunde bei meinem Noch-LAG, also ehr schlecht als recht aufgehoben.

Ich stell grad fest das ich schon einen guten Vorsatz fürs neue Jahr habe :oops:

Ja - es gibt sicher Situationen wo eine Pflegefamilie mehr Sinn macht als ein TH-Platz (wobei es ja auch sehr tolle liebevoll geführte TH gibt).

Ein Tierschutzverein in meiner Region arbeitet für Hunde grundsätzlich mit Pflegestellen, da sie einfach kein Hundehaus haben.
Wenn das wirklich gut organisiert ist - okay, ist evlt. ne Alternative.

So wie Du es schreibst - für Tierschutz-Rückläufer - klar, da braucht es auch ein Pflegestellennetz.

Problematisch sind die ganzen Pseudo-Vermittlungen, also statt Endplatz wird eben Pflegestelle gesucht - die aber in Wahrheit dann auch quasi ein Endplatz ist (so wie es mir bei meiner Orga ergangen ist)

Und problematisch sind - allerdings grundsätzlich im Umgang mit Tieren - die Familien, die ahnungs- bis verantwortungslos an die Sache herran gehen.

Grad hab ich im DF wieder so einen Thread gelesen, da "adoptiert" eine Frau eine ältere Hündin, die "aus beruflichen Gründen" ins TH abgegeben werden sollte. Der Vorbesitzer behauptet, die Hündin sei kerngesund. Beim ersten Tierarztbesuch wird festgestellt das sie einen Gesäugetumor hat und dringend operiert werden muss. Der Frau fehlt aber sogar das Geld für Medikamente für ihre Kinder.
So grade eben bezahlen könnte sie das Einschläfern. :heul
Sie ist völlig überrascht das man ihr Verantwortungslosigkeit vorwirft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#4BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:13 
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Beitrag von Liane

Eigentlich haben wir in unseren Schutzverträgen stehen, daß, sollte Hund abgegeben werden, die Halter für die Unterbringung aufkommen müssen. Sie sollten auch nach einer guten Lösung für den Hund suchen, ggf für Pensionskosten aufkommen.

Ist aber auch "nur" so eine "Wischi-Waschi" Lösung, denn man kann niemanden wirklich dazu zwingen und dann stellt sich auch wieder die Frage, ist der Hund in einer Pension wirklich gut aufgehoben. Dort haben wir nämlich auch schon die unglaublichsten Dinge erlebt...

Leider gibt es zu viele "hätte", "wäre" "wenn", um die perfekte Lösung zu finden.

Und diese Orgas, die ihre PS so auflaufen lassen, finde ich schlichtweg zum :wuerg:, aber leider gibt es auch diese

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 Betreff des Beitrags: Re: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#5BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:14 
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Ich finde die Lösung, die der Verein gefunden hat, für den Liane tätig ist, schonmal deutlich besser, als das massenhafte Verbringen der Hunde auf PS ohne Aussicht auf ein Heim. Das ist in meinen Augen in vielen Fällen einfach eine Problemverlagerung. Die Hunde sind zwar vom Prinzip erstmal vor dem Tod gerettet, haben aber immer noch kein Heim und vorläufig auch keine Aussicht auf ein Heim.

Ich finde die PS an sich sowieso zweischneidig. Zum einen gibts leider viele PS, die keine Ahnung haben, was sie da machen. Dann gibts vermutlich noch die Leute, die auf möglichst preiswerte Art nen Hund haben wollen - die TA-Kosten übernimmt ja im Notfall meist der Verein und wenn der Hund nicht funzt, muss er eben weg - bei entsprechender Kaltschnäuzigkeit und Interesselosigkeit dem Tier gegenüber also geringes Risiko und kein Problem.

Dann sehe ich wieder die Vereine, die meines Erachtens nach auf Kosten der PS die Hunde unterbringen und vermitteln. Das Tier ist untergebracht, es wird versorgt, alle Fahrten werden von der PS übernommen - meist die Abholung, Fahrten zum TA usw.. Die einzigen Kosten für den Verein ist der TA (meist). Das komplette Risiko liegt bei der PS - was den Hund angeht aber auch das Risiko von evtl. Beschädigungen, Problemen, evtl. grosser Zeitaufwand wegen Krankheiten und/oder Verhaltensauffälligkeiten und u.U. - ich habs ja selbst gesehen - sogar das der Kosten.

Und ich glaube auch eher nicht, dass eine PS IMMER die beste Lösung für den Hund ist. Er kommt von irgendwoher, hatte vlt. bereits mehrere Plätze, kommt auf die PS, gewöhnt sich ein, fühlt sich sicher und muss schon wieder wechseln. Je nachdem, wie gut oder schlecht die Endstelle war und was passiert, gehts danach wieder auf PS und dann wieder in eine Endstelle... um sowas wirklich gut und schadlos mitzumachen muss der Hund schon recht stabil sein...

Ob die Vermitltungschancen wirklich besser sind, wenn der Hund einmal in Deutschland ist... darüber gibts geteilte Meinungen. Manche haben die Erfahrung gemacht, dass die Interessenten den Hund vorher sehen und eine evtl. Kompatibilität mit einem anderen Hund testen wollen, andere haben die Erfahrung gemacht, dass Tiere direkt aus dem Ausland besser vermittelt werden, weil es denen in Deutschland "schon gut geht" und daher die Nachfrage nicht mehr so gross ist...

Ich bin sicherlich nicht begeistert von gesetzlichen Regelungen, aber wenn Pflegestellen z.B. schon mal gesetzliche Nachweise über ihre Eignung in der Haltung und Führung von Hunden vorlegen müssten, wäre - glaub ich - zumindest schon mal ein kleiner Anfang gemacht und die "Mitleids"-PS würden wegfallen.

Ich finde auch - selbst wenn das jetzt wieder hart ist - dass der finanzielle Aspekt bei der Übernahme eines Hunde - sei es als PS oder als Endstelle - nicht so völlig ausser Acht gelassen werden sollte. Solche Dinge wie in dem von Susa erwähnten Thread dürfen eigentlich nicht passieren....

Aber es ist sicherlich schwierig, in dieser Sache eine optimale Lösung zu finden...

LG Birgit

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 Betreff des Beitrags: Re: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#6BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:14 
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Beitrag von aha03

Ich war selber Pflegestelle für verschiedene Vereine und manchmal liegt das Problem auch beim Verein. Ich hatte z.B. ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mein Rüde nur kastrierte Rüden akzeptiert. Als der Pflegehund ankam war er - entgegen der Zusicherung des Vereines nicht kastriert. Hätte ich den Hund stehen lassen sollen? Nein - wir haben ihn trotzdem mitgenommen und der Verein hat uns zugesichert, das wir ihn kastrieren dürfen. Dann kam ein paar Tage später der Anruf, die Vorsitzende des Vereines ist dagegen, dass ein Hund mit 11 Jahren kastriert wird. Darauf habe ich darum gebeten, für den Hund eine andere Pflegestelle zu suchen - was irgendwann auch geklappt hat. Aber wie wir die Zeit überstanden haben, das hat niemanden interessiert.
Oder man bekommt falsche Angaben - die PS wäre nur für 2 Wochen, dann ist die eigentlich PS frei - und wenn man es dann wagt nach 3 Wochen anzufragen dann heißt es auf einmal - solche Angaben wurden nie gemacht. Da kommt man sich dann auch ganz schön veräppelt vor.
Mittlerweile kann ich es aber sowieso nicht mehr machen, da ich im Juni 09 zum PSV wurde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#7BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:15 
aha03 hat geschrieben:
Ich war selber Pflegestelle für verschiedene Vereine und manchmal liegt das Problem auch beim Verein.


Das ist jetzt aber mal extrem diplomatisch formuliert :lol:

Ehrlich gesagt liegt da m.M. nach überhaupt das größte Problem - das die Tierschutzvereine ein wilder bunter Haufen ist, keinen Vorschriften unterliegen außer den allgemeingültigen Vereinsrecht und es dementsprechend auch keine Kontrollen gibt. Da ist es eigentlich ein Wunder das dennoch soviel positives bewegt wird, trotz Chaos und Missbrauch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Machen Pflegestellen Sinn und wenn ja - wie?
#8BeitragVerfasst: 28. Apr 2011, 21:58 
mhn, also um mal auf den Fredtitel einzugehen, ja, ich finde Pflegestellen machen in der Theorie sehr wohl Sinn. Ich will nie mehr so ohne jedes Wissen einen Hund aufnehmen wie wir unseren Finnen. Von einer guten Pflegestelle kann ich erfahren, ob der Hund für mich in Frage kommt (Verträglichkeit, alleine bleiben...), so das ich nicht nach ein paar Tagen/Wochen drannsteh und merke Hund und ich können nicht zusammen leben.

Andererseits kenn ich nu die Pflegestelle von Chula und mir grausts. Die Leute sind zwar unglaublich lieb und nett und bemüht...aber sie können den Hund körperlich nicht auslasten, haben keine Ahnung von Hundefütterung (die kleine hat in ihrem Monat in D 2kg zugenommen) und von Gesundheit mal ganz zu schweigen.
So hart das klingt, aber sie wäre in einem gut geführten TH wahrscheinlich besser ausgehoben gewesen.

Genauso der Verein dahinter: Eigentlich sollte die Maus am Flughafen gleich zu den neuen Leuten kommen...stattdessen hat die Orga die Kleine vertrauensvoll den Flugpaten mitgegeben (die damals schon sagten "aber nur für ein paar Tage").

Wie schon geschrieben, es wäre bestimmt schon viel geholfen, wenn der deutsche (Auslands)Tierschutz besser regelmentiert und organisiert wäre.


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